Tunnel Nollinger Berg

Im Zuge der A 98 Weil am Rhein – Waldshut (Hochrheinautobahn), Bauabschnitt Waidhof – Rheinfelden / Karsau und der Querspange Rheinfelden zur Schweiz wurde von 2 geplanten Tunnelröhren die Oströhre hergestellt. Die Tunnelröhre steigt von Nord nach Süd über die gesamte Länge mit 3,85 % an. Die Firstüberdeckung beträgt max. 65 m.

Tunnel Nollinger Berg

 

Im Tunnel wurde auf die Standstreifen der freien Strecke verzichtet, somit setzt sich die Lichtraumbreite aus zwei Fahrstreifen (je 3,50m), den Randstreifen (0,25m) und den Notgehwegen (je 1,00m) zusammen. Die Lichtraumhöhe beträgt 4,50m.

Morphologisch lässt sich das Gebirge im Bereich des Tunnels in 2 Abschnitte gliedern: Im südlichen Abschnitt waren hauptsächlich kalkig- dolomitische Schichten des oberen Muschelkalks und des Lettenkeupers anzutreffen, die als meist hartes und außerhalb der Karstzonen überwiegend standfestes Gebirge anstanden. Im nördlichen Abschnitt überwog der ausgelaugte Gipskeupermergel, der mehr oder weniger stark zu Gebirgsverformungen neigt.

 

tunnel nollinger berg 02 tunnelbau boegl

 

Der Tunnel Nollinger Berg wurde in der Spritzbetonbauweise erstellt. Der Ausbruch des Gesamtquerschnittes erfolgte in der Regel dreigeteilt in Kalotte, Strosse und Sohle, wobei in den Bereichen des ausgelaugten Gipskeupermergels die Kalotte zusätzlich auf einer Länge von 124 m  im sogenannten „einhüftigen“ Vortrieb hergestellt wurde.

Unmittelbar nach den Ausbruchsarbeiten wurden die freigelegten Gebirgsflächen entsprechend den gebirgs-mechanischen und tunnelbautechnischen Erfordernissen durch einen Sicherungsverbau gestützt.

Nach Abschluss der Vortriebsarbeiten erfolgte der Einbau der Folienabdichtung (PE-Folie). Im sohloffenen Tunnelbereich mit Bankett (L=520m) wurde die Abdichtung (d=2mm) beginnend an den Drainagen im gesamten Gewölbe verlegt, in den Querschnitten mit Sohlgewölbe (L=685m) wurde sie umlaufend und druckwasserhaltend  ausgeführt. Nachlaufend erfolgte der Einbau der Betoninnenschale aus B 35 mit einer Regelschalenstärke von 40cm.

 

tunnel nollinger berg 03 tunnelbau boegl

 

In den Eingangsbereichen ( L= jeweils ca. 31m ) wurde der Tunnel jeweils in offener Bauweise als Gewölbequerschnitt mit Sohlplatte ausgeführt. Die Verkehrsfreigabe erfolgte im Jahr 2002.

Daten und Fakten

Lage: Rheinfelden / Baden-Württ.

Bauherr: LFS Baden-Wrüttemberg

Planer: Krebs und Kiefer

Ausführung: Max Bögl GmbH u. Co. KG in Arge, TGF

Nutzung: Autobahntunnel, 2-spurig

Länge: 1.268 m

Querschnitt: 87 - 115 m²

Bauzeit: 02/1998 - 01/2001

Rohbaukosten: ca. 33,1 Mio €

Inbetriebnahme: 12/2002

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